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Website erstellen lassen in Frankfurt: Was Sie wissen sollten
Website erstellen lassen in Frankfurt: Kosten, Ablauf und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten. Mit Checkliste für das erste Gespräch und Beispielrechnung.
Wer in Frankfurt eine Website erstellen lassen möchte, steht vor einer unübersichtlichen Auswahl. Die Preisspanne reicht von wenigen hundert bis zu fünfstelligen Beträgen, und die Unterschiede zwischen den Angeboten sind auf den ersten Blick schwer zu erkennen. Dieser Beitrag hilft Ihnen, die richtige Entscheidung für Ihr Unternehmen zu treffen.
Neben der Frage, wer die Website baut, zählt genauso, welches System zum Einsatz kommt, was nach dem Livegang passiert und ob Sie am Ende von Ihrem Dienstleister abhängig sind oder nicht.
Was “Website erstellen lassen” konkret bedeutet
“Website erstellen lassen” beschreibt kein einheitliches Produkt. Je nachdem, wen Sie beauftragen, unterscheiden sich Arbeitsweise, Ergebnis und Folgekosten erheblich.
Baukasten mit Unterstützung
Ein Dienstleister richtet Ihre Website auf einer Plattform wie Wix, Squarespace oder Jimdo ein. Sie erhalten eine fertige Seite innerhalb des Baukastens. Die Plattform gehört nicht Ihnen, der Quellcode bleibt beim Anbieter.
Typische Kosten: 500 bis 2.000 Euro einmalig, dazu 10 bis 30 Euro monatlich für die Plattform.
Freelancer oder kleine Agentur
Ein Einzelner oder ein kleines Team plant, gestaltet und baut Ihre Website. Das Ergebnis kann auf WordPress, einem anderen CMS oder als individuell programmierte Seite entstehen.
Typische Kosten: 1.500 bis 8.000 Euro, je nach Umfang und System.
Agentur mit mehreren Abteilungen
Ein größeres Team mit Projektleitung, Design, Entwicklung und oft auch Marketing übernimmt das Projekt. Meist gibt es feste Prozesse, aber auch entsprechende Tagessätze.
Typische Kosten: 5.000 bis 30.000 Euro und mehr.
| Merkmal | Baukasten mit Hilfe | Freelancer | Agentur |
|---|---|---|---|
| Eigener Entwurf | Eingeschränkt | Ja | Ja |
| Quellcode-Eigentum | Nein | Abhängig vom Vertrag | Abhängig vom Vertrag |
| Laufende Plattformkosten | Ja | Meist nein | Meist nein |
| Ansprechpartner | Wechselnd | Einer | Projektleitung |
| Skalierbarkeit | Begrenzt | Abhängig vom System | Hoch |
Worauf Sie bei der Auswahl in Frankfurt achten sollten
Frankfurt hat einen lebhaften Markt für Webdienstleistungen. Das macht die Auswahl nicht einfacher. Einige Punkte helfen beim Vergleich.
Lokale Erreichbarkeit
Ein Dienstleister in Frankfurt oder im Rhein-Main-Gebiet ist kein Qualitätsmerkmal an sich. Aber für ein erstes Gespräch vor Ort, für Fotoshootings oder für die persönliche Abstimmung kann räumliche Nähe praktisch sein. Entscheidend ist, ob Sie einen festen Ansprechpartner haben, nicht ob er in derselben Stadt sitzt.
Referenzen aus Ihrer Branche
Fragen Sie nach Projekten, die Ihrem ähnlich sind. Eine Agentur, die vorwiegend Onlineshops baut, ist nicht automatisch die richtige Wahl für eine Praxis-Website. Umgekehrt genauso.
Transparenz bei Kosten und Eigentum
Zwei Fragen trennen gute von schlechten Angeboten zuverlässig:
- Steht der Preis vor Projektbeginn fest, oder kann er sich ändern?
- Gehört Ihnen nach dem Livegang der Quellcode, oder bleibt er beim Dienstleister?
Ein Angebot, das diese Fragen nicht beantwortet, ist unvollständig.
Was eine Website in Frankfurt kostet
Die Kosten hängen von drei Dingen ab: dem Umfang, dem System und der Arbeitsweise des Dienstleisters.
Umfang
Eine kompakte Unternehmensseite mit fünf bis acht Seiten (Startseite, Leistungen, Über uns, Kontakt, Impressum, Datenschutz) ist ein anderes Projekt als ein Auftritt mit zwanzig Seiten, Blog, Buchungssystem und mehrsprachiger Ausführung.
System
WordPress-Projekte starten oft günstiger, bringen aber laufende Kosten für Updates, Sicherheit und Plugin-Lizenzen mit. Eigens programmierte Seiten kosten anfangs mehr, sind dafür wartungsärmer.
Arbeitsweise
Ein Festpreis ist für Sie sicherer als ein Tagessatz, weil er das Kostenrisiko beim Dienstleister lässt.
| Projekttyp | Preisspanne | Zeitrahmen |
|---|---|---|
| Unternehmensseite mit 5–8 Unterseiten | 1.000 bis 4.000 Euro | 2 bis 4 Wochen |
| Umfangreicher Auftritt (15-25 Seiten, Blog) | 4.000 bis 12.000 Euro | 4 bis 8 Wochen |
| Auftritt mit Buchung, Schnittstellen, Mehrsprachigkeit | 8.000 bis 25.000 Euro | 6 bis 16 Wochen |
Diese Spannen sind Richtwerte für den Frankfurter Markt, keine Preise eines bestimmten Anbieters.
Der Ablauf eines typischen Projekts
Ein Webprojekt besteht aus mehr als dem sichtbaren Bau. Die meisten Projekte durchlaufen vier Phasen.
1. Erstgespräch und Anforderungen
Sie beschreiben, was Ihr Unternehmen tut, wen Sie erreichen möchten und welche Aufgaben die Website erledigen soll. Der Dienstleister stellt Rückfragen und gibt eine erste Einschätzung.
2. Angebot und Konzept
Sie erhalten ein schriftliches Angebot mit Leistungsbeschreibung und Preis. Bei umfangreicheren Projekten entsteht ein Konzept mit Seitenstruktur, Wireframes oder einer Gestaltungsvorschau.
3. Umsetzung und Abstimmung
Der Dienstleister baut die Website, Sie liefern Texte, Bilder und Rückmeldungen. Je klarer Ihre Inhalte vorbereitet sind, desto zügiger läuft diese Phase.
4. Livegang und Übergabe
Die Website geht auf Ihrer Domain online. Sie erhalten eine Einweisung, Zugangsdaten und alle Dateien. Was genau übergeben wird, sollte im Angebot stehen.
Häufige Fehler bei der Beauftragung
Einige Fehler wiederholen sich. Die meisten lassen sich vermeiden, wenn Sie sie kennen.
Keine eigenen Inhalte vorbereitet
Texte, Bilder und Informationen zu liefern dauert oft länger als der Bau selbst. Wer erst nach Vertragsschluss damit beginnt, verzögert das Projekt und zahlt unter Umständen für Wartezeiten.
Preis als einziges Kriterium
Das günstigste Angebot ist selten das wirtschaftlichste. Wenn Sie nach dem Livegang für jede Textänderung einen Stundensatz zahlen, monatliche Lizenzgebühren entrichten oder den Anbieter nicht wechseln können, wird die billige Website über die Jahre teuer.
Kein Blick auf die laufenden Kosten
Die Erstellungskosten sind einmalig. Hosting, Domain, SSL-Zertifikat, Updates und gelegentliche Aenderungen fallen jeden Monat oder jedes Jahr an. Fragen Sie vorher, was das kostet.
Keine Prüfung der mobilen Darstellung
Mehr als die Hälfte aller Besucher kommt über ein Smartphone. Eine Website, die nur am Bildschirm gut aussieht, erfüllt ihre Aufgabe nicht.
Kein Vertrag oder ein unklarer Vertrag
Wer ohne Vertrag arbeitet, hat im Streitfall nichts in der Hand. Mindestens sollten Leistungsumfang, Preis, Zeitrahmen, Nutzungsrechte und Kündigungsbedingungen schriftlich festgehalten sein.
Checkliste: Was Sie vor dem ersten Gespräch klären sollten
Diese Punkte helfen Ihnen, das Gespräch vorzubereiten und Angebote vergleichbar zu machen.
- Was tut Ihr Unternehmen, und wen möchten Sie mit der Website erreichen?
- Welche Seiten brauchen Sie (Leistungen, Referenzen, Blog, Kontaktformular)?
- Haben Sie bereits Texte, Bilder und ein Logo?
- Gibt es eine bestehende Website? Wenn ja: Was funktioniert, was nicht?
- Brauchen Sie besondere Funktionen (Terminbuchung, Mehrsprachigkeit, Shop)?
- Wer pflegt die Inhalte nach dem Livegang?
- Wie hoch ist Ihr Budget? Eine ehrliche Angabe spart beiden Seiten Zeit.
- Bis wann soll die Website stehen?
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert es, eine Website erstellen zu lassen?
Eine kompakte Unternehmensseite ist in zwei bis vier Wochen fertig, wenn Texte und Bilder vorliegen. Die meiste Zeit beanspruchen die Abstimmung und die Lieferung von Inhalten.
Brauche ich einen Wartungsvertrag?
Das hängt vom System ab. Eine WordPress-Seite braucht regelmäßige Updates und Sicherheitsprüfungen. Eine statisch generierte Seite kommt ohne aus. In beiden Fällen kann es sinnvoll sein, jemanden zu haben, der Änderungen zügig umsetzt.
Kann ich meine Website später zu einem anderen Anbieter umziehen?
Nur wenn Sie den Quellcode besitzen und die Domain auf Ihren Namen läuft. Klären Sie beide Punkte vor Vertragsschluss. Wer auf einer geschlossenen Plattform baut, kann in der Regel nicht umziehen, ohne die Seite neu zu bauen.
Was ist der Unterschied zwischen Webdesign und Webentwicklung?
Webdesign beschreibt die Gestaltung: Farben, Schriften, Layout, Bilder. Webentwicklung beschreibt die technische Umsetzung: Programmierung, Ladezeit, Sicherheit, Suchmaschinenoptimierung. Beides gehört zusammen und sollte von denselben Leuten kommen oder eng abgestimmt sein.
Muss meine Website barrierefrei sein?
Ab Mitte 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) für bestimmte digitale Angebote. Unabhängig davon ist eine gut bedienbare, lesbare Website für alle Besucher besser. Kontraste, Schriftgröße und Tastaturbedienbarkeit sollten bei jedem Projekt geprüft werden.